Was wäre wenn…
…plötzlich die Abwasserleitungen zu Schaden kommen würden oder Chemikalien ins
Trinkwasser gelangen würden? Genau mit solchen Fällen beschäftigt sich das
Projekt „Achilles“ der UNI Innsbruck. Dr. Michael Möderl, gemeinsam mit den
teilnehmenden Ver- und Entsorgungsbetrieben, vom Institut für Infrastruktur
leitet das Projekt, das den Beinamen „Planungswerkzeug zur Identifikation von Schwachstellen im laufenden Betrieb und Notfall für die
Urbane Wasserinfrastruktur“ hat. Vereinfacht ausgedrückt kann man sagen, dass
sich das Team von Möderl Szenarien für bestimmte Schwachstellen im Wasser- und
Abwassernetz ausdenkt und die möglichen Folgen einschätzen. Mit Hilfe
mathematischer Modelle simulieren die Ingenieure die Wasser- und Abwassernetz
eines Gemeindegebietes am Computer. Somit können Schadensfälle verschiedenster
Art nachgestellt werden. Dieses Wissen wird anschließend mit Informationen über
äußere Gefahrenquellen, wie zum Beispiel Lawinen und Muren, kombiniert.
Die Häufigkeit und die Auswirkungen eines bestimmten Ereignisses werden in
Kategorien von 1 bis 5 eingeteilt. Die Gefahrenlage einer Gemeinde wird damit
bestimmt werden. Auch die Hall AG beteiligt sich neben der IKB und den
Vorarlberger Gemeinden Götzis und Göfis am Achillesprojekt.