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2010-06-21
TRINKWASSER-HOCHBEHÄLTER IN ABSAM SOWIE WASSERLEITUNGEN IN DER HALLER ALTSTADT SANIERT UND ERNEUERT
Der 1958 an der Walderstraße in Absam errichtete Hochbehälter wird nach mittlerweile 50-jähriger Betriebszeit rundum erneuert und dem neuesten Stand der Technik angepasst. Parallel dazu werden wichtige Wartungsarbeiten in der Haller Altstadt umgesetzt, die den Austausch von z.T. über 100 Jahre alten Wasserleitungen vorsehen.


WISSENSWERTES ZUM HOCHBEHÄLTER

Der Hochbehälter ist ein sogenannter Brillenbehälter. Insgesamt besteht die Versorgungsanlage Walderstraße aus zwei Wasserkammern und einer vorgebauten Schieberkammer.

Die Wasserkammern haben ein Fassungsvermögen von jeweils ca. 2.200 m3 und können somit in etwa den Tageswasserbedarf der Stadt Hall in Tirol speichern. Jede Kammer hat einen Durchmesser von 25 m und eine Wandhöhe von 6,7 m, wobei der Wasserstand hier bei Maximalbefüllung eine Höhe von 4,5 m erreicht. Die Schieberkammer liegt zwischen beiden Behältern und bietet über den aufgesetzten Hochbauteil Zugang zu beiden Wasserkammern.

Nach der „Runderneuerung“ der ersten Kammer wird diese wieder in Betrieb genommen und mit der Sanierung der zweiten Kammer begonnen.

Die Versorgung mit qualitativ bestem Trinkwasser ist auch während dieser kurzen Zeit der Umstellung durch Umschalten auf eine Notwasserversorgung gewährleistet.

Zudem werden alle alten Gussrohrleitungen, wie Zulauf-, Entnahme-, Entleerungs- und Überlauf-leitungen durch Edelstahlleitungen ersetzt. Neue Zähler werden installiert sowie weitere Bauteile wie Geländer, Treppen und Zugangstüren in Niro montiert. Auch das Schieberhaus wird im Zuge der Sanierungsarbeiten vergrößert. Der mittlerweile baufällig gewordene nordseitige Zugang wird abgerissen und durch einen neuen Zugang mit südseitigem Eingang ersetzt. Die Baukosten für dieses Sanierungsprojekt belaufen sich auf ca. 1,1 Mio. Euro. Das Bauvorhaben wird von der Kommunalkredit in Wien zusätzlich gefördert. Die Fertigstellung der neuen Wasserversorgungsanlage
ist für Dezember 2010 geplant.

„Die große Herausforderung bei der Sanierung des Trinkwasser-Hochbehälters besteht darin, diese unter Aufrechterhaltung des vollen Betriebes der Wasserversorgung durchzuführen und gleichzeitig Trinkwasser in gewohnt hoher Qualität zu liefern“ so Ing. Herwig Paulus, zuständiger Fachbereichsleiter Wasser/Abwasser der Hall AG. Dabei werden beide Wasserkammern mit einer 2 mm starken Edelstahlauskleidung ausgestattet und gleichzeitig das Volumen der beiden Behälterum je 250 m3 vergrößert. Auf diese Weise kann ohne zusätzlichen Aufwand die Versorgungssicherheit nachhaltig erhöht werden.



GRABUNGSARBEITEN IN DER ALTSTADT

Seit Mitte Mai werden in der Haller Altstadt wichtige Wartungsarbeiten der Hall AG durchgeführt. Da die bestehenden Wasserleitungen bereits teilweise über 100 Jahre alt
sind, wurde eine Sanierung zur Sicherung der Wasserversorgung hier dringend notwendig. Parallel dazu werden auch Leitungen für die Fernwärme und das Citynet verlegt. Bisher wurden in der Wallpachgasse und am Oberen Stadtplatz der bestehende Wasserschacht entfernt sowie Teile der Wasserleitung neu verlegt.

Folgende weitere Schritte sind geplant:

14. Juni bis 23. Juli: Krippgasse von Haus Nr. 8 bis Ende Haus Nr. 2 und im Kreuzungsbereich Wallpachgasse / Krippgasse - Erweiterung der Fernwärmeleitung und Erneuerung der Wasserleitung.

19. bis 29. Juli: Installation der Hausanschlüsse für Fernwärme in der Krippgasse und der Wallpachgasse.

August: Verlegung der erneuerten Wasserleitung sowie Fernwärmeleitung bis Wallpachgasse 4 sowie Sparkassengasse.

Bis Mitte September: Nach Abschluss aller Grabungsarbeiten folgen die Asphaltierungs- bzw. die Pflasterungsarbeiten.


Die Hall AG ist bemüht, den geplanten Terminablauf einzuhalten. Aufgrund von Witterungsbedingungen oder unvorhersehbaren Schwierigkeiten kann es zu geringfügigen Abweichungen kommen. Dass derart umfangreiche Arbeiten auch zu Behinderungen für die Bewohner, für Geschäftsleute, Kunden und Passanten führen, ist leider nicht zu verhindern.
 
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