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2008-08-25
Kraftwerk Weißenbach wird verhandelt
Alle Beteiligten werden eingebunden
Hall, am 25.08.2008: Das Genehmigungsverfahren für das Kraftwerk Weißenbach wird mit der Verhandlung am 12. und 13. November fortgesetzt. Das Kraftwerksprojekt der Hall AG, an dem auch die Gemeinde Mils mit 15 Prozent beteiligt ist, soll den Anteil der Eigenerzeugung auf knapp 50 Prozent erhöhen und dazu beitragen, die Versorgungssicherheit zu verbessern. Die Gemeinde Absam soll über einen Regionalvertrag an der Wertschöpfung beteiligt werden. Den Bürgerinitiativen werden ebenfalls Gespräche angeboten. Der Vorstand der Hall AG garantiert, dass alle berechtigten Ansprüche der Beteiligten, vor allem der Grundeigentümer und der Kleinwasserkraftbetreiber am Amtsbach, erfüllt werden. Den Grundeigentümern im Bereich der Druckleitung werde ein faires Angebot gemacht. Die Bevölkerung soll laufend und umfassend über das Projekt informiert werden.

Nachhaltigkeit ist das Hauptkriterium

„Ein ökologisch verträgliches Projekt, Versorgungssicherheit und CO2 freie Stromproduktion ist das, was sich die Menschen unter nachhaltig vorstellen. Unser Projekt erfüllt diese Anforderungen,“ stellt der Vorstandsvorsitzende der Hall AG Christian Holzknecht fest. Für den Haller Gießen wurde mit Landschaftsarchitekten bereits ein Begleitplan ausgearbeitet. Für den Amtsbach und den Baubach in Absam könnte ausreichend Wasser bereitgestellt werden. Auch für den Weißenbach sind entsprechende Dotierwassermengen vorgesehen. Ein landschaftspflegerischer Begleitplan soll dafür sorgen, dass die Bäche auch zukünftig für Mensch und Natur attraktiv sind.

Mehr Information und Kommunikation

Die Hall AG will auch in der Information neue Wege gehen. Die Bevölkerung in den Gemeinden Absam, Mils und Hall wird über Newsletter informiert. Projektleiter Peter Weber hält den Kontakt mit der Bevölkerung und den Beteiligten und ist zentrale Anlaufstelle für Informationen zum Projekt. Holzknecht: „Auch ein gutes Projekt muss gut kommuniziert werden. Die Menschen haben ein Recht auf umfassende Information. Wir werden vor allem das Gespräch mit den Bürgern suchen und nehmen ihre Anliegen sehr ernst.“

Mehr Strom für Eigenversorgung

Das neue Kraftwerk soll die Fallhöhe des Weißenbaches vom Halltal bis zum Inn nutzen. Von der Wasserfassung im Halltal wird das Wasser in einer Druckrohrleitung in das Milser Gewerbegebiet geleitet und dort mit einer Peltonturbine abgebaut. Das bestehende Kraftwerk Halltal mit dem Krafthaus in Absam wird durch das neue Kraftwerk ersetzt. Die Trassenführung verläuft über bestehende Forstwege, geringfügig über Waldflächen und im unteren Bereich über Wiesen. Das Siedlungsgebiet muss nicht berührt werden.

Das Arbeitsvermögen des neuen Kraftwerkes würde mit 30 GWh mehr als das 2 ½-fache der derzeitigen Jahreserzeugung von 12 bis 13 GWh ausmachen. Die Investitionen belaufen sich auf rund 10 Millionen Euro. Die Hall AG könnte mit dem neuen Kraftwerk den Anteil der Eigenerzeugung erhöhen und damit ihren Kunden mehr Versorgungssicherheit bieten. Mit der erzielten Energiemenge kann im Vergleich zur Erzeugung aus kalorischen Kraftwerken ein CO2 Ausstoß von mindestens 6.600 Tonnen jährlich vermieden werden
 
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