Funktion

Im Biomasseheizkraftwerk wird durch die Verbrennung von Biomasse Wärme und Strom erzeugt. Dabei wird die erzeugte Wärme zunächst über eine Dampfturbine geleitet. Die Turbine ist mit einem Asynchrongenerator direkt gekoppelt, der in weiterer Folge elektrische Energie (Ökostrom) erzeugt. Der nicht  in der Turbine nutzbare Wärmestrom muss anschließend auf das Fernwärmeleitungsnetz übertragen werden, wobei das dort zirkulierende Wasser im Heizwerk auf eine Temperatur von bis zu 100 °C erwärmt wird. Nun kann das erhitzte Wasser im Fernwärmenetz verteilt und an die angeschlossenen Verbraucher übertragen werden.

Die Übertragung der Wärme erfolgt in einem geschlossenen Zweileitersystem, bestehend aus dem Vorlauf und dem Rücklauf. Die permanente Zirkulation des Wassers in diesem System wird durch drei Pumpen im Heizwerk aufrecht erhalten. In den jeweiligen Übergabestellen der Kunden wird das ankommende Heißwasser in einem Wärmetauscher auf mindestens 50 °C abgekühlt, um so Wärme zum Heizen oder zur Warmwasseraufbereitung für Haushalte und Gewerbe zur Verfügung stellen zu können. Anschließend fließt das abgekühlte Wasser wieder zum Biomasseheizwerk zurück – der Kreislauf beginnt von Neuem.