DES EINEN FREUD, DES ANDEREN LEID - Geschäftsergebnis 2014

„Durchwachsen, aber zufriedenstellend“, so kann das Jahr 2014 beschrieben werden. Ein viel zu milder, schneearmer Winter, ein kühler und nasser Sommer und ein später Wintereinbruch sind aus der Sicht eines Energieversorgers keine unbedingt idealen Voraussetzungen für wirtschaftlichen Erfolg.

Trotzdem konnte der Vorjahresumsatz von rd. € 36 Mio. im Wesentlichen gehalten werden. Gleichzeitig freuten sich insbesondere viele Wärmekunden über die Gutschriften, die sie auf Grund des deutlich geringeren Verbrauches lukrieren konnten. Bezogen auf die einzelnen Geschäftsbereiche bedeutet das, dass im klassischen Versorgungsbereich (Strom, Wasser, Abwasser) das Ergebnis des Vorjahres im Großen und Ganzen gehalten werden konnte, während sich bei der Wärme eine deutliche Verschlechterung ergab.

Erfreulich entwickelt sich weiterhin der IT-Bereich, wo durch neue Produkte auch neue Kunden und Umsätze generiert werden konnten.

Das Immobiliengeschäft entwickelte sich konstant, jedoch fallen auf Grund der teilweise alten Bausubstanz hohe Reparatur- und Instandhaltungsaufwendungen für die Gebäude der Unternehmensgruppe an. Dabei schlagen hier besonders die Burg Hasegg sowie die Veranstaltungsräumlichkeiten und Freizeiteinrichtungen zu Buche, die in Summe jährliche Abgänge von rd. € 1,3 Mio. verursachen, welche gruppenintern abgedeckt werden müssen.

Die Verpachtung des Parkhotels erweist sich weiterhin als richtige Maßnahme, da die Aufwendungen des Hotelbetriebs vom Pächter zu tragen sind und das Hotel andererseits die gesamten Versorgungsleistungen von der Hall AG bezieht.

Obwohl der Schuldenstand der Unternehmensgruppe weiterhin kontinuierlich sinkt und sich der € 50-Mio.-Grenze annähert (von ursprünglich knapp € 100 Mio. im Jahr 2007), beeinflusst der Zinsaufwand das Gesamtergebnis weiterhin deutlich. Trotz der niedrigen Zinsen müssen nach wie vor rd. € 6 Mio. für den jährlichen Schuldendienst erwirtschaftet werden.

Insgesamt war es 2014 trotz schwieriger Rahmenbedingungen durch den Einsatz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Hall AG möglich, ein Ergebnis (vor Steuern) von rd. € 1,5 Mio. zu erwirtschaften, sodass die Probleme der Vergangenheit wohl vorerst als bewältigt betrachtet werden können.